Berufsfachschule für Praxisanleitung in der Pflege

Aufgabe der Praxisanleitung ist es, die Auszubildenden in den Pflegeberufen schrittweise an die Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben heranzuführen und die Verbindung mit der Pflegeschule zu halten. Mit der Einführung der neuen Pflegeausbildung sind die Erwartungen an die Praxisanleitungen stark gestiegen. Während der praktischen Ausbildung muss eine Praxisanleitung von mindestens 10% der Ausbildungszeit gewährleistet werden. Seit dem Schuljahr 2020/2021 hat die Mettnau-Schule daher die Berufsfachschule zum Erwerb von Zusatzqualifikationen – Praxisanleitungen in der Pflege (BFQ -PA) eingeführt. Diese Schulart vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten, um diese Zusatzqualifikation im Anschluss an einen Abschluss in einem Pflegeberuf zu erhalten. Der Abschluss beinhaltet die berufspädagogische Qualifikation zur praktischen Anleitung Auszubildender in Pflegeberufen, welche für die Praxisanleitung gesetzlich gefordert ist. Vermittelt werden Kompetenzen der Berufspädagogik hinsichtlich professioneller Planung, Durchführung und Bewertung der praktischen Ausbildung sowie für eine gelingende Gestaltung der Lernortkooperation und rechtlicher Hintergründe. Sie unterstützen Auszubildende also dabei, das theoretisch erworbene Fachwissen in die Praxis umzusetzen.

Die Ausbildung

Dauer: 300 Stunden, d.h. von September bis ca. Juni eines Schuljahres

Unterrichtszeit: Mittwochs ganztags von 8:00 bis ca. 16:55 Uhr

Mindesteilnehmeranzahl: 16

Schulgeld: Keines

Bewerbungszeitraum: Ab Oktober des vorangegangenen Schuljahres, Bewerbungen vor dem 1. März werden bei der Vergabe der Schulplätze bevorzugt berücksichtigt

Konkrete Aufgaben der Praxisanleitung im beruflichen Alltag

  • Führen der Vor-, Zwischen-, Nachgespräche mit dem Auszubildenden
  • Onboarding eines Auszubildenden
  • Erstellung von individuellen Ausbildungsplänen
  • Durchführung der geplanten und strukturierten Praxisanleitung anhand des Ausbildungsplanes
  • Ausfüllen des qualifizierten Leistungsnachweises und des Ausbildungsnachweises, Mitsprache vor Ende der Probezeit
  • Im Benehmen mit der Pflegeschule die Note für die praktische Ausbildung finden
  • Kontakt zur Pflegeschule halten (z. B. Teilnahme an Praxisanleitertreffen und der Praxisbegleitung), regelmäßige Austausch über Lerninhalte, Lernprobleme und Lernziele
  • Mitarbeit im Ausbildungsverbund des Landkreises Konstanz
  • Auszubildenden zum kontinuierlichen Führen des Praxisbegleitordners anhalten
  • Praxisanleitungen sind Teil des Prüfungsausschusses als Fachprüfer/in
  • Jährlich an mind. 24 Stunden berufspädagogischer Fortbildung teilzunehmen (§4 Abs.1 PflAPrV)
  • Auf Grundlage des Ausbildungsplans Arbeitsaufgaben auswählen und eigenständig Arbeitsabläufe gestalten
  • Auszubildende gezielt sowie fachgerecht bei der Ausführung der Aufgaben anleiten. Hierzu gehören Vor- und Nachgespräche, Auswertung und Dokumentation
  • Kompetenzen fördern und Methoden vermitteln, die zum selbstorganisierten Lernen befähigen
  • Fachliteratur studieren, um stets auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Stundentafel

PFLICHTBEREICH Stunden
  
Lernbereich I 3
Die Ausbildung planen und durchführen 
  
Lernbereich II2
Leistung bewerten 
  
Lernbereich III1,5
Lernortkooperation gestalten 
  
WAHLPFLICHTBEREICH 1

Anmeldeunterlagen

  • Ausgefüllter und unterschriebener Aufnahmeantrag
  • Tabellarischer Lebenslauf mit Passbild
  • Beglaubigte Kopie des Berufsabschlusszeugnisses in einem Pflegeberuf (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Pflege)
  • Nachweis über eine mind. einjährige Berufspraxis