Wie möchten wir in unserer Stadt leben? Was fehlt im öffentlichen Raum? Und wie kann Kunst dabei helfen, diese Fragen sichtbar zu machen? Mit diesen Themen setzten sich 21 Schülerinnen der Mettnauschule Radolfzell bei einem Workshop im KFZ – Kunst für Zukunft auseinander. Ausgangspunkt waren die künstlerischen Arbeiten der Ausstellung „R. - I LOVE YOU", insbesondere die der Berliner Künstlerin Christine Würmell, die sich u.a. mit dem öffentlichen Raum als Ort des Protestes beschäftigen. Inspiriert von ihrer künstlerischen Praxis entwickelten die Schülerinnen eigene Protestschilder, auf denen sie ihre Wünsche, Forderungen und Visionen für ihre Stadt formulierten. Dabei entstanden persönliche und zugleich gesellschaftlich relevante Botschaften zu Themen wie Begegnungsorte,Teilhabe und Lebensqualität.
Der Workshop lud die Schülerinnen dazu ein, sich mit ihrer eigenen Perspektive auf den öffentlichen Raum auseinanderzusetzen und diese kreativ zum Ausdruck zu bringen. Die selbst gestalteten Schilder wurden anschließend vor dem Schulhaus an einem Zaun präsentiert und machten die Stimmen der Jugendlichen so im Stadtraum sichtbar. Der Workshop ist Teil des Angebots für kulturelle Bildung des KFZ – Kunst für Zukunft und verbindet die Auseinandersetzung zeitgenössischer Kunst mit gesellschaftlicher Teilhabe. Ziel ist es, junge Menschen zu ermutigen, ihre Umgebung kritisch zu hinterfragen, die eigene Haltung zu entwickeln und diese mit künstlerischen Mitteln öffentlich zu kommunizieren.
Artikel und Fotos: Ana Baumgart & Daniel Franz