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Mettnau-Schule Treffpunkt der Kommunalpolitik

19.07.2018 - Ab dem 1.1.2020 soll die generalistische Pflegeausbildung in Deutschland eingeführt werden, d.h. die Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege werden zu dem EU-weit anerkannten Berufsbild Pflegefachmann / Pflegefachfrau zusammengeführt. Kreisräte und Kreisrätinnen sowie Vertreter und Vertreterinnen der Kommunalpolitik trafen sich nun an der Mettnau-Schule Radolfzell zu der Frage, wie die Einführung des neuen Pflegeberufs im Landkreis Konstanz aussehen könne. 

Katrin Bräutigam, die neue Fachabteilungsleiterin der Altenpflege an der Mettnau-Schule, stellte in einem kurzen Impulsvortrag die neue generalistische Pflegeausbildung und die aktuelle Ausbildungssituation der Pflege im Landkreis Konstanz vor.

Nach dem Vortrag kam es zu einer anregenden Diskussion. Dabei wurden Möglichkeiten erörtert, wie man den enormen Fachkräftemangel in der Pflege hier im Landkreis begegnen könne und welche Auswirkungen die EU-weite Anerkennung der zukünftigen Pflegeberufe in unserer Region habe. Dabei seien die Träger der Pflegeeinrichtungen gefragt, attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze anzubieten.

Die neue Pflegeausbildung fordert neben der breiteren theoretischen Ausbildung eine Vielzahl von verschiedenen Außeneinsätzen, beispielsweise in der Akutpflege, in der Langzeitpflege und in der pädiatrischen Pflege. Dabei absolvieren die Auszubildenden nur die Hälfte der praktischen Ausbildung in ihren Trägereinrichtungen, die andere Hälfte sind sie bei anderen Einrichtungen im Außeneinsatz. Die Pflegeeinrichtungen und die Krankenhäuser werden nun eine Reihe von Kooperationsverträgen eingehen müssen, um ihre Auszubildenden auszutauschen. 

Kleinere Pflegeeinrichtungen befürchten derzeit, ihren Auszubildenden nicht alle Außeneinsätze anbieten und somit grundsätzlich keine Ausbildungsplätze mehr zur Verfügung stellen zu können. Eine Umlagefinanzierung der Pflegeausbildung erhöht für die Trägereinrichtungen jedoch die Attraktivität.

Konsens der Veranstaltung ist, dass nun zeitnah weitere Gespräche zwischen den ausbildenden Pflegeschulen der Altenpflege und Krankenpflege, dem Gesundheitsverbund sowie dem Landkreis Konstanz stattfinden müssen, um ein tragfähiges Konzept zur Einführung der generalistischen Pflegeausbildung im Landkreis Konstanz zu entwickeln und somit auch den Fachkräftemangel in unserer Region zu begegnen. 

Die Nachbarlandkreise wie Waldshut-Tiengen und Tuttlingen, aber auch Karlsruhe und Biberach sitzen bereits mit den verschiedenen Akteuren am Runden Tisch und entwickeln Strategien zur Umsetzung vor Ort. (br)


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