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Jugend und Politik - Besuch vom Jugendgemeinderat

05.12.2017 - Baden-Württemberg ist das Bundesland mit den wohl meisten Jugendgemeinderäten deutschlandweit und darauf kann man in der Tat auch stolz sein! Denn ein Jugendgemeinderat ist eine Form der partizipatorischen Demokratie und bietet Jugendlichen im Alter von 14-21 Jahren die Möglichkeit, sich aktiv auf kommunaler Ebene an diversen städtischen Entwicklungen und Entscheidungen, die speziell Jugendliche betreffen,  mitwirken zu können. 

So bekam der Stammkurs der BTG-1 am 05.12.17 im Rahmen des GGK-Unterrichts Besuch von zwei Mitgliedern des Jugendgemeinderats- und diese wurden ordentlich ausgefragt. Schüler der Mettnau-Schule und Mitglieder des Jugendgemeinderats Radolfzell- so stellten sich am Dienstag, den 05.12.17, in der fünften Schulstunde die Jugendlichen Stephora Don Bosco und Jonathan Bach vor. Zusammen mit der leitenden Lehrerin Frau Huber und dem BTG-1 saßen die beiden Jugendlichen in einem Stuhlkreis und bereiteten sich erklärt, diverse Fragen, welche die Klasse in der Unterrichtseinheit zuvor vorbereitet hatte, zu ihrem Alltag im Jugendgemeinderat zu beantworten. 


Dabei wurden Fragen zur persönlichen Motivation, wie man in den Jugendgemeinderat kommt und welchen Aufgaben man als Mitglied nachzugehen hat, gestellt. Zuerst also, was macht denn überhaupt ein Mitglied des Jugendgemeinderats? 

Der Jugendgemeinderat Radolfzell besteht aus 15 Mitgliedern, welche ihre Interessen durchsetzten wollen, die sie als „jugendrelevant“ bezeichnen und auf kommunaler Ebene sind. Dazu gehören unter anderem Freizeitangebote, die Organisation von diversen Veranstaltungen (darunter Rock am Segel), wenn jemand ein Anliegen hat und viele weitere Aufgaben mehr.  

Die Sitzungen der Ausschüsse finden dabei jeweils einmal im Monat statt. Solche Treffen werden zum Planen und Organisieren genutzt. Bei diesen Sitzungen wird protokoliert, es wird zusammengetragen, was einzelne Arbeitskreise erarbeitet haben und sollte es zu einer Abstimmung kommen, läuft diese anonym und demokratisch ab. Für jede Sitzung gibt es übrigens eine Aufwandentschädigung von 30 Euro. Jede Sitzung dauert dabei ungefähr 1-3 Stunden. 

Falls es ein bestimmtes Vorgehen gibt, welches der Jugendgemeinderat durchsetzten möchte, muss dieses zuerst angemeldet werden, da es oftmals noch andere gibt, welche von genauso großer Relevanz eventuell sind. Sollte das Vorgehen ein größeres Thema sein, das nicht nur die jugendliche Altersgruppe in Radolfzell betrifft, so wird der große Gemeinderat hinzugezogen. Der Bürgermeister muss dies jedoch erst genehmigen. 
Aber wie wird man zum Mitglied des Jugendgemeinderats? Es gilt das passive und aktive Wahlrecht für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren, die ihren Wohnsitz in Radolfzell haben. Somit sind auch Jugendliche ohne deutsche Staatsbürgerschaft wahlberechtigt. Um sich aufstellen zu lassen, muss man beim Café Connect in Radolfzell vorbeikommen. Dabei stellt man sich vor, bringt ein Foto von sich mit und füllt die dafür erforderlichen Anmeldeformulare aus. 

Von jeder radolfzeller Schule muss jeweils ein Delegierter im Jugendgemeinderat vertreten sein. Hierbei wählt die Schule einen Schüler.  Sollte dieser als Einziger von der Schule gewählt werden, bekommt dieser sofort einen sicheren Platz im Jugendgemeinderat. 

Der Jugendgemeinderat ist neben dem Erreichen neuer Ziele auch für das Weiterführen der bereits erfolgreich realisierten Projekte zuständig, wie zum Beispiel für den Skatepark, der im Juni 2013 eröffnet wurde. Daneben ist der Jugendgemeindeart auch für Verbesserungen zuständig, damit der  radolfzeller Lebensraum für Jugendliche schöner gestaltet wird. Auch für die Veranstaltung „Rock am Segel“,  welche bereits mehrere Jahre hintereinander angeboten wird, ist der Ausschuss „Freizeit“ des Jugendgemeinderats zuständig. Dabei stehen durch diverse Sponsoren 15.000 Euro für „Rock am Segel“ zur Verfügung. 

Allerdings gab es auch Projekte, die nicht realisiert werden konnten, unter anderem eine Graffitiwand, damit es eine verminderte Rate von illegalen Sprayern in Radolfzell gibt. Leider wurde dieses Vorgehen nicht genehmigt. Auch an der berühmten Seetorquerung hatte der Jugendgemeinderat kein Mitspracherecht, da dieser nicht unter ihr Aufgebfeld fiel. 

Für die persönliche Motivation, im Jugendgemeinderat tätig zu sein, spielten so einige Punkte eine Rolle. Zuerst wollen die zwei Mettnau-Schüler die Stadt Radolfzell jugendlicher gestalten und für mehr Freizeitaktivitäten mit öffentlichen Räumen für Jugendliche sorgen. Auch das Einsetzten für bessere Busverbindungen wurden bei Stephora Don Bosco und Jonathan Bach großgeschrieben, da oftmals Ungleichheiten mit den Busabfahrzeiten und den Zeiten des Unterrichtsbeginns auftauchen. 

Somit hat der Jugendgemeinderat einen großen Stellenwert in der Stadt Radolfzell und ist eine gute Alternative, um sich für die jugendliche Altersklasse einzusetzen. Falls es also ein Anliegen gibt, das euch beschäftigt, wären Stephora Don Bosco aus der SG 11-1 , Jonathan Bach (ebenfalls SG 11-1) und Nathalie Probst aus der SG 11-G, die beim Jugendgemeinderat seit 2 Jahren dabei ist, Ansprechpersonen, an die ihr Euch wenden könnt. 

Text:  Christina Rhein (BTG1)
Bild: Christine Huber


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