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Besuch aus Tiflis - Schüleraustausch mit Georgien

27.07.2017 - Am Ende ein tränenreicher Abschied und das feierliche Versprechen auf ein Wiedersehen in Georgien - so emotional verabschiedeten die Schülerinnen und Schüler aus dem sozialwissenschaftlichen Gymnasium ihre Gäste aus dem Südkaukasus. Fünfzehn Elftklässler und drei Lehrerinnen waren zehn Tage zuvor aus Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, angereist, als Teilnehmer eines Schüleraustauschs gefördert aus den Mitteln des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) und großzügig unterstützt von der Sparkasse Hegau-Bodensee aus Radolfzell. 

Möglich geworden ist die Begegnung durch die Vermittlung eines Lehrers der Mettnau-Schule, der zuvor sechs Jahre als Deutschlehrer an der staatlichen Schule Nr.20 in Tiflis tätig war, einer allgemeinbildenden öffentlichen Schule, an der ab der 3. Klasse intensiv Deutsch unterrichtet wird. Und so staunten unsere Schülerinnen und Schüler nicht schlecht über die hervorragenden Deutsch-Kenntnisse der Gäste. Für die Georgier war es die erste Auslandsreise ihres Lebens. Deutschland - für viele ein Traumland und Ziel, hier einmal zu studieren. Dafür bereiten sich die jungen Abiturienten gerade intensiv auf die Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom Stufe 2 vor, die als Voraussetzung für die Zulassung zum einem Hochschulstudium in Deutschland gilt. Dass die Jugendlichen dieses Ziel schaffen, daran besteht kein Zweifel.
 
Entsprechend groß war die Begeisterung der Gäste beim ersten Rundgang durch die Mettnau-Schule. Verglichen mit den Lern- und Arbeitsbedingungen an ihrer Schule musste das das Paradies sein. Noch etwas müde vom Hausherrenfest am Abend zuvor, wurden die Gäste mit einem von der Schülerschaft kunstvoll gestalteten Willkommensgruß in georgischer Sprache und vom Schulleiter herzlich begrüßt. Schnell fanden Georgier und ihre Gastgeber der 11. Klasse sowie die Schüler der VABO in einem Tanz- und Physik-Workshop zusammen. Dabei konnten sich jungen Leute hautnah vom friedlichen Miteinander von Schülern unterschiedlicher Herkunft  an der Mettnau-Schule überzeugen. Nach einem spannenden Vortrag über Sigmund Freud und das Fach PPS - die Möglichkeit eines beruflichen Abiturs war für sie neu -  stellten die georgischen Gäste ihr Land vor. Ein Land mit alter Geschichte, einer reichen christlich-orthodox geprägten Kultur und einer eigenen Sprache - Georgisch zählt zu den ältesten Sprachen der Welt und zu den schwierigsten, wie beim Turbo-Sprachkurs für die Gastgeber zu erfahren war.

Zum Abschied luden die Gäste ihre Gastgeber und Eltern zu einer traditionellen „Supra“, einer georgischen Tafel mit „Khachapuri“, mit Käse gefüllten Fladenbrot und „Khinkali“, gefüllten Teigtaschen. Abgerundet wurde das Festmahl durch Tanz- und Gesangseinlagen, die die tiefe Liebe der jungen Leute zu ihrem Land und seiner Kultur widerspiegelten. 

Bleibt zu wünschen, dass aus der nicht ganz alltäglichen Begegnung mit jungen Leuten aus Georgien vielleicht eine längere Freundschaft und Partnerschaft mit der Tifliser 20. Schule entsteht. Verdient haben es die jungen begeisterungsfähigen Schülerinnen und Schüler allemal. Und so gibt es bald ein Wiedersehen in Tiflis, oder „Nachwamdis“ - Auf Wiedersehen, wie die Georgier sagen!

Tet und Bilder: Robert Reichel (Betreuender Lehrer)

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