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Kochen und Werken im Zeichen der Integration

10.06.2016 - Manch einen dürfte es gewundert haben, warum es vor kurzem an der Mettnau-Schule schon zu früher Stunde aus der Schulküche duftete. Es ist schließlich schon eine ganze Weile her, dass die Schule ihren Ruf als „Puddinggymnasium“ durch den Wegfall des hauswirtschaftlichen Profils verlor. 

Grund dafür waren die Schülerinnen und Schüler der sogenannten VABO-Klassen. Seit dem Frühjahr wird an der Mettnau-Schule das Vorqualifizierungsjahr für Arbeit und Beruf für Jugendliche ohne Deutschkenntnisse, kurz VABO, angeboten. Insgesamt 16 junge, überwiegend aus Syrien stammende Flüchtlinge, darunter vier Mädchen, nehmen daran teil. 


Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt vor allem im Erwerb der deutschen Sprache, damit die Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt leichter fällt. Während manche etwas Englisch und nur wenige Worte Deutsch können, kommunizieren viele vor allem mit Gestik und Mimik. Natürlich fällt es da schwer, den (Schul-)Alltag zu meistern.

Für die Schülermitverantwortung war es daher selbstverständlich, die neuen Schülerinnen und Schüler zu unterstützen. So entstand nach und nach die Idee, feste Patenschaften zu schließen, denn diese bilden einen Mehrwert für beide, Paten und Schüler. Sie erweitern Horizonte, schaffen Chancen und bauen Brücken. Zusammen mit Daniela Jarde, Klassenlehrerin der VABO-Klasse, organisierte Marco Junge, unsere Verbindungslehrer, ein gemeinsames Mittagessen, bei dem die Flüchtlinge für ihre Patinnen und Paten nahöstliche Leckereien kochten und dem ein oder der anderen damit geschmackliches Neuland boten.

 


Es war nicht die erste Aktion dieser Art. Zuvor bauten die Flüchtlinge gemeinsam mit ihren Patinnen und Paten neue Picknicktische für den Schulgarten auf, da dort weitere Sitzmöglichkeiten entstehen sollten. Jarde begrüßt Aktionen wie diese: „Integration kann nur etappenweise erfolgen - durch Begegnung, Praxis und Sprache. Die meisten Flüchtlinge sind handwerklich begabt, motiviert und engagiert. Da ist es natürlich schön, wenn die gesamte Schule auch einen Nutzen hat“ resümierte sie am Ende und blickt mit Junge bereits auf das bevorstehende gemeinsame Fußballturnier, bei dem alle Schülerinnen und Schüler prüfen können, wie begabt sie im Bereich Abseits, Kopfball, Elfmeter und Co sein werden. 

Text & Bilder: Marco Junge

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