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Kooperation mit dem Lycée professionnel in Masevaux / Frankreich Praktikumswoche in Masevaux 2010 Eine Woche lang relaxen im schönen Elsass, so hatte ich mir den Schüleraustausch zwischen Schüler/innen des Berufskollegs Sozialpädagogik der Mettnau-Schule und den Schülerinnen des "Lycée professionnel Joseph Vogt" in Masevaux vorgestellt. Schnell wurde ich jedoch von dieser Vorstellung befreit. Fünf Tage, viele spannende Erfahrungen und eine Menge leckere, elsässische Mahlzeiten später, muss ich jedoch gestehen, dass ich mich keineswegs gelangweilt habe. Unsere kleine Reise startete am Sonntag den 06.06 2010 in Radolfzell um 13:30 Uhr. Wir waren sieben Schüler, davon zwei Jungs. Nach einer mehrstündigen Zugfahrt erreichten wir Thann, hier wurden wir von "unseren" Austauschfamilien abgeholt. Sofort wurde ich sehr warmherzig in die Familie aufgenommen und auch meine Französischkenntnisse erfreuten sich einer neuen Belebung. Am Montagmorgen begleitete ich meine Austauschpartnerin Emilie dann zu ihrer Praktikumsstelle. "ABCM Zweisprachigkeit" ist eine bilinguale Einrichtung. Die Kinder lernen 2/3 der Zeit auf Deutsch, der Rest des Unterrichts ist auf Französisch. Ja, Unterricht, denn Kindergarten in Frankreich hat wenig gemeinsam mit Kindergarten in Deutschland. Auch der Gruppenraum wird "Klassenzimmer" genannt. Die 31 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren werden von drei Lehrerinnen und zwei Helferinnen betreut, dies in einem Zeitrahmen von 07:50 bis 17:30 Uhr. Die Kinder können zwar über das Mittagessen abgeholt werden, kommen danach aber alle wieder. Unsere vielen ersten Eindrücke wurden am Abend dann erst einmal in einer Bar ausgetauscht. Ich war froh dass es meinen anderen deutschen "Gefährten" ähnlich ergangen war. Am Dienstag hatte ich mich schon sehr gut eingelebt und am Mittwoch besuchten wir dann das "Lycée professionnel Joseph Vogt" wo wir von der "Directrice", der Schulleiterin begrüßt wurden. Die Ausbildung in Masevaux läuft anders ab als bei uns an der Mettnau-Schule. Die Austauschschülerinnen, die momentan die zweijährige Ausbildung im Gesundheits- und Sozialwesen absolvieren, lernen sowohl Kleinkinder- als auch Altenpflege zu gleichen Teilen und können anschließend Pflegekraft in einer Einrichtung für Kleinkinder werden. Um "Lehrerin" in der Vorschule zu werden, so kann das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung genannt werden, ist zuerst das Abitur und dann ein vierjähriges Studium an einer Universität notwendig. In Deutschland dagegen haben wir diese Qualifikation nach dreijähriger Ausbildung, beispielsweise an der Mettnau-Schule bereits erreicht! Den Nachmittag nutzten Emilie und ich für ein erfrischendes Bad im nahegelegenen Fluss Thann. Am Donnerstag durfte ich mit den Kindern dann "Theo Theo" auf Deutsch einüben, was mir eine große Freude bereitet hat. Insgesamt wurden mir einige Angebote übertragen, wie z.B. malen mit den Kindern oder lesen üben (auf Deutsch natürlich) was den Kindergartentag doch sehr kurzweilig gestaltet hat. Da die Kinder unter sich nur französisch sprechen, musste ich mich manchmal regelrecht zwingen, in der deutschen Sprache zu bleiben. Meistens haben die Kinder mich verstanden. Nur bei den Jüngeren gebrauchte ich eine sehr einfache Wortwahl. Zwei der Lehrerinnen sprechen ebenfalls NUR deutsch mit den Kindern. Am Abend traf sich die ganze Austauschtruppe noch einmal gemeinsam im MC Donalds, quasi zum Abschiedsessen. Der Freitagvormittag in der Einrichtung war etwas traurig, einige Kinder waren mir wirklich ans Herz gewachsen. Insgesamt kann ich sagen, dass die Familie mich wirklich nicht besser bei sich hätte aufnehmen können, Emilies Papa hat mich quer durch die Gegend kutschiert, damit ich, ganz die Touristin, schöne Fotos vom Elsass schießen kann. Die Kinder im Kindergarten waren einfach toll und die Leiterin mir gegenüber sehr natürlich und entspannt. Soweit ich es durch Gespräche in Erfahrung bringen konnte, haben sich alle Austauschschüler in ihren Familien sehr wohl gefühlt und es war auf jeden Fall eine Erfahrung die ich nur weiter empfehlen kann. Marieke Bleiel 2BKSP1.2 Wir danken der Sparkasse Singen-Radolfzell für die freundliche Unterstützung dieses Austauschs. Austausch Radolfzell/ Masevaux 2009 Nachdem im April die französischen Schülerinnen eine Woche lang bei uns zu Gast waren, traten wir vom 14. - 19. Juni den Gegenbesuch an. In Frankreich haben wir viele Eindrücke gesammelt und viel mit unseren "corres" (= Austauschschülerinnen) unternommen. Vormittags und auch nachmittags waren wir zusammen mit unserer ,,corres'' in der Einrichtung, den sogenannten "Vorschulen (école maternelle). Wir integrierten uns in das Konzept der Einrichtungen und nahmen an den Angeboten teil. Im Vergleich zu den deutschen Einrichtungen, haben die Einrichtungen in Frankreich einen sehr disziplinierteren, eng strukturierten Ablauf. Wir hatten auch den Eindruck, dass der Umgang mit Kindern strenger ist als in den deutschen Einrichtungen. Am Mittwoch gab es ein Programm in der Schule in Masevaux. Nach dem Empfang durch die Schulleitung machten wir eine Schulbesichtigung. Dabei wurden uns verschiedene Räume gezeigt, in denen die Schülerinnen in verschiedenen Bereichen unterrichtet werden: beispielsweise gibt es eine Art Badezimmer, in dem die Schülerinnen lernen, wie man Babys wickelt, badet und anzieht. Dann ging es weiter in die Sporthalle. Auf dem Programm standen Spiel und Sport mit und gegen unsere "Corres". Ausgepowert aßen wir alle zusammen Mittag in der schuleigenen Kantine. Anschließend machten wir uns dann auf den Weg in die Stadt zu einem Besuch beim Bürgermeister, der uns freundlich willkommen hieß. Den angebrochenen Nachmittag nutzten wir und besichtigten zusammen mit unseren deutschen Mitschülerinnen und den "corres" das nette und idyllische Städtchen. In der Freizeit haben wir meistens mit den anderen "corres" und unseren Mitschülerinnen etwas unternommen. Außerdem haben wir alle Kims Geburtstag bei Cansus "corres", Virginie, gefeiert. Einen Abend waren wir zusammen Pizza essen. Den Rückweg nach Hause (etwa 10 km) mussten wir zu Fuß laufen, da der letzte Bus schon abgefahren war. Mit Blasen an den Füßen kamen wir erschöpft, aber guten Mutes nach einer abenteuerlichen Nachtwanderung zu Hause an. Den letzten Abend haben wir zusammen beim Bowlen verbracht. Dort haben wir auch noch einmal unter uns Schülern die ganze Woche reflektiert. Im Großen und Ganzen fanden wir alles sehr interessant. Doch besonders aufschlussreich fanden wir den Unterschied zwischen den französischen und den deutschen Einrichtungen. Der Austausch nach Frankreich interessierte uns sehr, da wir Einblicke in die Kultur, in die Menschen, in das Land und in die Einrichtungen gewinnen konnten und empfehlen allen, die diese Gelegenheit bekommen werden, sie wahrzunehmen. An diesem Austausch nahmen Schülerinnen der Klassen 1BKSP1, 1BKSP2 und 2BKSP1.1 teil. Lisa Scarmato, Cansu Cevik, Janine Helminger und Kim- Yasemin Siebert Projektwoche 2008 Im April 2008 fand zum ersten Mal im 125-jährigen Bestehen der Mettnau-Schule ein berufsbezogener interdisziplinärer Austausch mit einer französischen Schule im Elsass statt. Auszubildende aus den Bereichen Sozialpädagogik und Altenpflege besuchten für zwei Tage das Lycée professionnel "Joseph Vogt" in Masevaux. Der Gegenbesuch an der Mettnau-Schule folgte im Mai 2008. Initiiert und organisiert wurde das Projekt von Frau A. Heirler, Frau Hörenberg und Frau S. Lewit, Lehrerinnen der Mettnau-Schule. Auf der französischen Seite waren es Frau M. Galloy und Frau C. Palandre. Die deutschen und französischen Auszubildenden nahmen mit großem Interesse die Gemeinsamkeiten wie auch die Unterschiede im Umgang mit Kindern und alten Menschen wahr. Hospitationen und Besichtigungen von Krippen, Vorschulen, Kindertagesstätten, Altenheimen, Rehabilitationskliniken standen auf dem Programm. Hier zeigen sich im Konzept, in der Organisation und Struktur deutliche Unterschiede zwischen den beiden Ländern. Darüber hinaus stand das gegenseitige Kennenlernen und der fachliche Austausch beim gemeinsamen Pflegen und bei Aktivierungsprogrammen von kleinen Kinder und älteren Menschen im Vordergrund. So übten die Auszubildenden bei einem Aktivierungsprogramm Tänze für Kinder und ältere Menschen ein und kamen dabei auch ohne umfangreiche Sprachkenntnisse in Kontakt. Bei diesem handlungsorientierten Miteinander entstanden erste freundschaftliche Beziehungen. Nach diesem überaus erfolgreichen Pilotprojekt planen die Organisatorinnen nun für dieses Jahr einen einwöchigen Austausch. "Wir werden vom 19. - 24. April 2009 Besuch aus unserer Partnerschule erhalten und werden vom 14. - 19. Mai in Masevaux zu Gast sein", so Frau Heirler. "Unsere Auszubildenden werden einen Teil ihres obligatorischen Praktikums zusammen mit der französischen Partnerin oder dem französischen Partner in Kindertagesstätten des Nachbarlandes absolvieren". Die Austauschpartner haben sich schon gefunden und stehen bereits per Mail miteinander in Kontakt. Mit Freude und Spannung sehen alle Beteiligten dem Austausch entgegen. Dieses Projekt wird freundlicherweise von der Sparkasse Singen-Radolfzell unterstützt.Demonstration der Pflege älterer Menschen. Hospitation in einer Kindertagesstätte (crèche) Gruppenfoto vor dem Lycée professionnel in Masevaux. |
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